Wintertage leicht gemacht – 6 ehrliche Beschäftigungsideen für drinnen
Kennst du diese Wintertage, an denen du schon vor dem Frühstück weisst: Das wird heute kein Spaziergang? Draussen dieser feuchte Kältematsch, drinnen eine Mischung aus Müdigkeit, Geschrei und der Frage, warum Kinder morgens so viel Energie haben, obwohl sie abends nie ins Bett wollen. Genau an solchen Tagen wünschte ich mir oft kleine Rettungsanker, die Wintertage leicht gemacht aussehen lassen – auch wenn der Tag eigentlich komplett eskalieren könnte.
Ich sag dir ehrlich: Bei uns sind Wintertage nie glatt. Es gibt Streit, irgendjemand weint mindestens einmal, und irgendjemand findet IMMER ein Krümelmonster-Kostüm, das ganz sicher nicht mehr sauber ist. Trotzdem gibt es diese schönen Momente, in denen plötzlich Ruhe einkehrt: wenn jemand malt, kuschelt, bastelt oder einfach nur still spielt. Und genau diese Momente geben einem das Gefühl, dass man das Familienleben irgendwie doch ganz gut hinbekommt – trotz aller Klebrigkeit, lautstarker Debatten und Kakaokatastrophen.
Darum habe ich dir heute 6 Beschäftigungsideen mitgebracht – nicht viele, aber jede davon hat Tiefe, Herz, Chaos, Humor und diesen kleinen Zauber, der aus einem „Ich kann nicht mehr“-Tag wieder einen „Wir schaffen das zusammen“-Tag machen kann.
Sinnesbox „Winterwunder“
Ich weiss nicht, wie es bei euch ist, aber meine Kinder kippen an manchen Wintertagen komplett aus der Balance. Einer ist überdreht wie ein Flummi, der andere hat plötzlich das Bedürfnis, sich über die Farbe seines Tellers zu beschweren. Genau in solchen Momenten zaubere ich die Sinnesbox hervor. Und jedes Mal ist es, als würde jemand heimlich den Lautstärkeregler runterdrehen. Die Kinder setzen sich hin, stecken die Hände in Reis oder Watte, sortieren kleine Dinge, bauen Mini-Szenen und reden plötzlich in ruhigen Stimmen miteinander. Es ist, als würde diese Box einen kleinen magischen Reset auslösen.
Wenn du das ausprobieren willst: Eine einfache Kiste reicht. Etwas Reis oder Watte hinein, ein paar kleine Holzlöffel, Schälchen, Winterfiguren – fertig ist die Oase im Chaos.
Kuschel-Lese-Picknick
Das ist bei uns so ein Klassiker, aber er funktioniert jedes Mal aufs Neue. Ich breite die grosse Decke aus – und sofort entsteht dieser „Hier ist jetzt der wichtigste Ort des Hauses“-Moment. Ein Kind schleppt fünf Bücher an, das andere baut sich eine Kissenburg, und ich sitze mittendrin und frage mich, warum das nicht jederzeit so friedlich sein kann. Die kleine LED-Lichterkette über uns macht alles weich und gemütlich, und manchmal liegen wir da einfach nur, jeder mit seinem Buch- hier empfehle ich Tilli und die Liebe-, und geniessen für einen Moment dieses kuschelige Familienchaos.
Alles, was du brauchst: Decke, Bücher, Licht, vielleicht ein Kakao. Und ja, manchmal schlafen die Kinder danach sogar ein paar Minuten ein. (Manchmal!)
Winter-Backmoment
Bei uns beginnt Backen immer mit einem Plan – und endet in einer Schlacht zwischen Teig und Realität. Ein Kind möchte unbedingt die Ausstecher benutzen, das andere knetet lieber mit den Händen, und irgendwo dazwischen versuche ich zu verhindern, dass jemand roh vom Teig nascht. Und doch liebe ich es, weil Backen diese besondere Familienwärme in den Tag bringt. Der Duft von Zimt und Teig, die kleinen Gespräche, die entstehen, das gemeinsame Lachen, wenn ein Keks aussieht wie eine Mischung aus Schneemann und Pinguin… das macht Wintertage besonders.
Am besten funktioniert es, wenn du nicht perfektionistisch bist: Teig vorbereiten, Ausstecher bereitstellen, Spass zulassen. Der Rest passiert von allein.
Malen in Winterfarben
Ich weiss nicht, warum es so ist, aber sobald ich die Wasserfarben raushole, verwandeln sich meine Kinder in kleine Künstler. Plötzlich sitzen sie nebeneinander, schweigend, hochkonzentriert, und malen Schneelandschaften, Sterne oder einfach wild drauflos. Mittendrin steht dann ein Glas Wasser, das gefährlich nah am Rand des Tisches balanciert, und ich denke jedes Mal: „Bitte lass es nicht kippen.“ (Es kippt natürlich trotzdem irgendwann.) Und trotzdem sind diese Malmomente pure Winterharmonie.
Du brauchst nur Wasserfarben, Pinsel und etwas dickeres Papier. Und Mut für kleine Kleckse.
Knete-Zauber
Es gibt Tage, an denen die Stimmung so angespannt ist, dass jedes Wort eskalieren könnte. Dann kommt die Knete ins Spiel. Ich hole das Knete-Set raus, und plötzlich sitzen beide Kinder ganz nah beieinander, rollen, drücken, formen Figuren, die sie selbst nicht erklären können. Zwischendrin streitet jemand kurz, weil er die rote Farbe wollte, aber fünf Minuten später ist alles wieder gut. Und ich sitze daneben, trinke meinen Kaffee und freue mich über jede Sekunde Frieden, die dieses bunte Zeug uns schenkt.
Knete, Förmchen, ein Tablett darunter – und der Tag wird plötzlich besser.
Winterpost
Hier passiert bei uns oft Magie. Ich lege Papier, Sticker und die Winter-Stempel auf den Tisch – und plötzlich werden meine Kinder zu kleinen Postkünstlern. Sie diskutieren ernsthaft darüber, ob Oma lieber Pinguine oder Schneeflocken mag. Dann schreiben sie geheime Botschaften, streiten sich um einen Stift, lachen wieder, kleben Sticker in unmögliche Positionen und fragen zehnmal, ob wir es direkt zur Post bringen können. Und ich stehe daneben, halte meinen Kaffee wie ein Erinnerungsstück meiner Restenergie, und denke: „Ja, so chaotisch schön kann Familie sein.“
Papier, Sticker, Winter-Stempel – mehr brauchst du nicht für Herzenspost.
Nützliche Tipps
- Erwarte keinen perfekten Tag. Erwarte nur kleine Momente, die ihn weicher machen.
- Kinder brauchen Wärme, Nähe und die Möglichkeit, ihre Energie umzuleiten.
- Und Mamas brauchen Kaffee, Ruhepunkte und Ideen, die wirklich funktionieren.
FAQ
Wie überstehe ich lange Wintertage drinnen?
Mit ehrlichen, kleinen Ritualen und Ideen, die nicht überfordern.
Was mache ich, wenn meine Kinder komplett durchdrehen?
Sinnesbox, Malzeit, Höhlen, Knete – alles, was Hände beruhigt.
Wie bleibe ich als Elternteil entspannt?
Indem du dir erlaubst, dass es chaotisch sein darf.
Familie ist nicht perfekt. Familie ist laut, chaotisch, manchmal anstrengend – und gleichzeitig voller kleiner Momente, die alles wieder gut machen. Genau diese Momente tragen uns durch den Winter. Und du machst das wunderbar.
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